Freitag, 13. September 2013

Digg The Old Reader






Jeder hat so seine Morgenrituale. Zu meinem gehört auf jedem Fall eine große Tasse Milchkaffee, die ich dann so langsam vor mich hin sippe während ich mich via RSS Reader durch meine Lieblingsblogs schmökere. 


Meine Morgenritualwelt war so lange in Ordnung bis Google beschloss den Reader einzustellen. Glücklicherweise fanden sich schnell liebe Blogger, die uns über mögliche Alternativen informierten. So landete ich bei Feedly. Mein morgendlicher Ritus schien gerettet! Und noch besser: da gab es Features bei Feedly, die man beim Google Reader vermisst hätte, hätte man gewußt, dass es sie geben könnte. Zum Beispiel lernte ich das Tool "Feedly mini" zu schätzen. Damit konnte ich RSS Feeds so schön unkompliziert abonnieren. Zudem sah Feedly viel knuffiger aus als der olle Google Reader. Als einziges vermisste ich den Button mit dem man schnell und unkompliziert zum nächsten Artikel hüpfen kann. Man kann eben nicht alles haben!
Doch plötzlich wurden wir User von Feedly gefragt, ob und wieviel wir für deren RSS Reader bereit wären zu zahlen? Bezahlen!? Irgendwie ist ein RSS Reader ja sowas wie ein Browser und die sind ja auch gratis. Also lautete meine Antwort: Nein, was für ne absurde Idee!
Ich war gewarnt. Andererseits dacht ich mir: das trauen die sich nicht wirklich. Hatte nicht erst Yahoo das Bezahlmodell bei Flickr aufgegeben?! Ne Firma wie Yahoo hätte doch bestimmt auch gerne weiterhin Geld mit Pro-Accounts verdient, wenn es möglich gewesen wäre. Und bekanntlich wird ja nichts so heiß gegessen wie gekocht...
Aber als Feedly dann auch noch kommentarlos mein geliebtes "Feedly Mini" einstellte, fingen sie an den Bogen zu überspannen und ich fand es sei an der Zeit nach Alternativen ausschau zu halten. In Frage kamen der Digg-Reader und "The Old Reader". So fing ich an alle drei zu nutzen. Das war ganz schön kompliziert, denn wenn man nen Artikel in dem einen Reader gelesen hatte, wurde er ja in den andren nicht automatisch als gelesen markiert. Und wenn ich nen neuen schönen Blog entdeckte, hätte ich den Feed ja eigentlich in alle drei Reader importieren müssen. Eigentlich.
Feedly machte mir die Entscheidung leicht, denn sie führten tatsächlich das Bezahlmodell ein! Und das zu unglaublichen 5$ pro Monat! Wenn sich die Kosten im Bereich gehalten hätte, den man von Smartphone Apps her kennt, hätte ich vielleicht sogar drüber nach gedacht. Dagegen war der Flickr Pro-Account mit 25$ pro Jahr wirklich ein richtiges Schnäppchen gewesen. Zudem fand ich heraus, dass einige Basisfunktionen, zu denen ich auch das Suchen in den Artikeln zähle, nur in der Feedly Bezahlversion verfügbar sind. Also machte ich mit Feedly schluss, obwohl unsere Beziehung ja so vielversprechend begonnen hatte.
Ob ich mich letztendlich auf "The Old Reader", mit dem Charme des good old Google Readers, einlassen werde oder doch lieber was mit dem etwas cooleren Digg anfange, wird sich zeigen...